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In der zu erbauenden Hütte sollte die Montierung auf einer festen Säule ruhen. Bei der Bestimmung der Höhe der Säüle sind folgende Kriterien unbedingt zu berücksichtigen
Bei der Körpergröße sollte von der Größe des kleinsten regelmäßigen Beobachters ausgegangen werden. Dieser sollte bei der niedrigsten Beobachtungsmöglichkeit über dem Horizont noch bequem in das höchste Okular blicken können. Je länger der Tubus eines Refraktors, (Schmidt-)Cassegrain-Teleskopes, Maksutovs oder Schiefspieglers ist, um so höher muss auch die Säule sein, da anderenfalls im Zenit nur noch kniend beobachtet werden kann. Vor Herstellung der Säule sollten am künftigen Standort Versuche mit einem variablen Stativ erfolgen, um die optimale Höhe der Säule zu bestimmen. Da der Fußboden der zu erbauenden Hütte ca. 85 mm über dem Terrain liegt, war die Säule (Skizze) entsprechend höher herzustellen, als die vorherigen Versuche ergaben.
Der Stromanschluss sollte in die Säule integriert werden, um im praktischen Betrieb, vor allem während der Dunkelheit, keine herumliegenden Kabel zu haben. Die erste Arbeit bestand somit darin, ein Erdkabel zum künftigen Standort zu verlegen. Dort wurde ein 30 x 30 cm abmessendes Loch 90 cm tief (frostsicher) ausgehoben. Ein im Baumarkt erworbenens Kanalrohr (Durchmesser 15 cm, 200 cm Normlänge und 208 cm tatsächlicher Länge) hat an der Muffe einen Durchmesser von 18 cm und sollte daher für die Montage vieler in Amateurkreisen verwandter Montierungen (z.B. Vixen GP und GP DX, EQ6) ausreichen. Andernfalls gibt es aber auch Kanalrohre größeren Durchmessers. Beim Kauf des Kanalrohres ist zu beachten, dass dieses 70 bis 80 cm im Boden einbetoniert wird. Am unteren Ende des Kanalrohres wurden vier Löcher (Durchmesser 6 mm), von denen je zwei genau gegenüberliegen, gebohrt. Durch die jeweils gegenüberliegenden Löcher wurden zwei 28 cm lange Gewindestangen geführt und allseits verschraubt, damit das Kanalrohr im abbindenden Beton eine bessere Stabilität hat. Etwa 30 cm unterhalb der Oberkante des Kanalrohres wurde eine passende Aussparung gesägt, in der später eine 2-fach-Außensteckdose (Aufputz) eingelassen wurde. Beim Kauf der Doppelaußensteckdose war darauf zu achten, dass die Steckdosen übereinander angeordnet sind.
Die Betonarbeiten wurden in zwei Schritten im Abstand einiger Tage vorgenommen. Zunächst wurde das Kanalrohr einbetoniert. Der Beton wurde im Mischungsverhältnis 1:5 (Zemet/Kies) hergestellt. Innerhalb des Rohres wurden neben dem Erdkabel drei Rundeisen (Durchmesser 8 mm, Länge 200 cm) einbetoniert. Der Beton wurde um das Rohr bis auf ca. 10 cm unter Bodenniveau aufgefüllt und lagenweise festgestampft. Zwischendurch wurde immer wieder geprüft, ob das Rohr exakt senkrecht steht. Innerhalb des Rohres wurde der Beton zunächst etwa auf Bodenniveau aufgefüllt und mit einer Latte festgestampft. Hierbei war zu beachten, dass die drei Rundeisen jeweils etwa 3 cm Abstand zur Innenwand des Rohres behalten. Nachdem der Beton einige Tage abgebunden hatte, wurde das Erdkabel in das Unterteil der Doppelsteckdose geführt und dieses mit zwei Holzleisten in die Aussparung im Rohr so gesteckt, dass die Holzleisten im Rohr vom einzufüllenden Beton umschlossen werden. Vor dem Befüllen des Rohres mit dem Beton sollte geprüft werden, ob der Strom auch bei der Säule ankommt. Abschließend wurde nach einer Woche der passende Säulenadapter (Übergang zwischen Säule und Montierung) waagerecht auf der Betonsäule mit Schrauben in Dübeln befestigt. Durch Verwendung von Unterlegscheiben können etwaige kleine Unregelmäßigkeiten der Beton- bzw. Säulenoberfläche ausgeglichen werden.
An die Säule wurden beidseits der Doppelsteckdose zwei sehr kleine Haken in Dübel geschraubt. Hier können später die Handsteuerung für die Nachführung und die Handbox einer Guidekamera angehängt werden.