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Viele Amateurastronomen wünschen sich eine feste Beobachtungsstation, wie sie Berufsastronomen fast ausschließlich benutzen. Sie hat insbesondere den Vorteil, dass nicht vor jeder Beobachtung das Instrument neu aufgebaut und ausgerichtet werden muss. Bei plötzlichen Witterungsumschwüngen kann so eine Beobachtung spontan begonnen bzw. beendet werden. Ferner werden Montierung und Optik geschont. Eine feste Beobachtungsstation führt letztlich dazu, dass der Nutzer erheblich häufiger seinem Hobby nachgeht.
Da für mich zur praktischen Astronomie nicht nur das (automatische) "Anfahren" und Beobachten der Objekte sondern auch das Erleben unter dem freien Sternenhimmel gehört - aber auch aus Kostengründen - schied eine Kuppel aus. Es musste somit eine Rolldachhütte werden. Die Konstruktion erfolgte in Zusammenarbeit mit einem kompetenten Anbieter von hochwertigen Blockhäusern, der sich 2000 spontan bereit erklärte, "Neuland" zu betreten. Nach Fertigstellung meines Objektes und entsprechenden Veröffentlichungen im VdS-Journal für Astronomie, im Starobserver und hier entschieden sich schon zahlreiche Sternfreunde, ebenfalls eine Rolldachhütte bei diesem Hersteller zu beziehen.
Die Optik des Gartenhauses passt sehr gut auf jedes Grundstück. Farblich lässt sich die Rolldachhütte an die übrige Bebauung und das Umfeld durch die entsprechende Farbwahl der Lasur anpassen. Das massive Holz ist atmungsaktiv, Feuchtigkeitsprobleme - wie zum Beispiel bei Kuppeln aus Kunststoff oder bei Bedachungen aus Metall - können somit nicht auftreten.
Da eine Hütte nicht so schnell mit einer Sternwarte in Verbindung gebracht wird wie dieses bei einer Kuppel der Fall ist, kann auch von einem geringeren Einbruchsrisiko ausgegangen werden.
Bei der Bestimmung des Standortes waren für mich eine möglichst
gleichmäßige Rundumsicht (Hinweise zur Horizonthöhe) und der Standort einer Straßenlaterne vor dem
Grundstück die entscheidenden Kriterien.
Auf den folgenden Seiten wird der Bau einer Betonsäule und einer Rolldachhütte beschrieben.